swadi krab,

ich kann euch sagen, in den ersten monaten gings hier etwas chaotisch zu. – die uebliche eingewoehnungsphase an einen neuen ort, neue menschen, … nur diesesmal war das ganze – kombiniert mit den kulturellen unterschieden (die man natuerlich in einem fixen job viel eher merkt als man sie als freelancer mitbekommt) und dem strohwitwer-dasein – noch ein bisl intensiver.

mittlerweile geht das leben aber wieder halbwegs geordnete bahnen. unter anderem weil niki und ich nicht mehr ueber skype kommunizieren muessen, da sie vor drei wochen in thailand angekommen ist. :) niki hat dankenswerterweise auch gleich die aufgabe uebernommen uns eine andere wohngelegenheit (vorzugsweise ein haus am stadtrand) zu suchen. die aktuelle wohnung ist halt wirklich zu klein fuer uns beide.

auf der uni hab ich mich auch bereits halbwegs eingelebt, trotzdem schaffen es die thai immer wieder mich zu ueberraschen. sowohl mit mitgebrachten bananen aus dem eigenen garten (mmh :) ) oder selbstgebackenem zum fruehstueck als auch mit (aus meiner sicht) teilweise sehr unverstaendlicher herangehensweise an probleme. ;)

dazu hab ich natuerlich auch einige geschichten. – eine wuerd ich euch kurz erzaehlen:

ich war im oktober auf der tiee in bangkok. die tiee ist eine internationale bildungsmesse, bei der versucht wird, thailaendischen studenten die internationalen programme der unis bzw. auslandsmoeglichkeiten naeher zu bringen. wie ueblich wurden alle, die mitgemacht haben, mit dem bus abgeholt und nach bangkok gebracht. bis zu diesem zeitpunkt kannte ich eigentlich nur zwei fahrer, die mich in der frueh abholen oder am abend nach haus bringen. die fahren zwar beide auch manchmal ein bisl flotter, aber – wie soll ich sagen – im rahmen. nur fuer diesen bangkok-trip holte uns dann ein anderer, noch relativ junger fahrer, ab. und naja, der holte aus dem mini-van so ziemlich alles raus, was halt ging. die meisten ajarns waren mit dem zustand net wirklich zufrieden und haben den typen darum gebeten, ob er nicht vielleicht etwas langsamer fahren koennte. – was soll ich sagen. – hat net wirklich funktioniert.

niki und ich haben ja schon ein bisl erfahrung mit dem fahrstil der thai gemacht. meine damalige annahme war, dass die fahrer sowieso nicht damit rechnen, dass du ein zweites mal mit ihnen faehrst, deshalb brauchen sie eigentlich auch keine ruecksicht nehmen.

nun ja, das scheint nicht die ganze wahrheit zu sein, weil der fahrer, der uns auf die tiee gebracht hat, auf der uni angestellt ist und sich trotzdem net wirklich korrekt verhalten hat.

besides war die kroenung des ganzen, dass er uns dann alle am abend auf der uni aussteigen lies und colin, yuri und ich nicht wussten, wie wir von der uni nach haus kommen wuerden (ca. 20km). :evil: oeffentlich faehrt naemlich nix. und man hatte uns vorher seitens der administration zugesichert, dass das alles organisiert wird. naja, schlussendlich hat der typ sich noch mit unserer thai-sekretaerin und seinen fahrerkollegen per telefon angelegt. hat gemeint, er wollte halt nur mehr heim und seine ruhe haben. naja, das wollten wir auch… ;)

der grund, warum er noch immer auf der uni arbeitet: thai entlassen andere thai net gerne. da gehts nicht nur um loyalitaet, sondern auch darum, dass thai bei einem gesichtsverlust (den der busfahrer zu ertragen haette, wenn er entlassen werden wuerde) manchmal ziemlich aggressiv reagieren koennen.

anyway, die messe war eigentlich ziemlich witzig. ich war am sonntag dort, deshalb war der ansturm auf unseren stand nicht so gross. dadurch hatte ich wenigstens die moeglichkeit mich ein bisl umzuschauen und mir einen ueberblick ueber thailand’s uni-landschaft zu verschaffen.

sonst gabs in den letzten wochen auch noch einige events auf der asianu selbst. da war zuerst der fakultaetsweite leadership day und natuerlich die graduation ceremony fuer den jahrgang 2008/2009. ich muss ehrlich sagen, dass die thai es wirklich verstehen, solche events in den richtigen rahmen zu setzen. ich mein, meine promotion war auch feierlich, aber die thai haben mehr liebe zum detail. ausserdem ist dank der geringen lohn(neben)kosten einfach das personal vorhanden um alles schoen zu dekorieren und aufzumascherln.

besides von der hakn hab ich irgendwo auch noch ein privatleben. ;)

in dem gabs unter anderem ein schreck-erlebnis, weil ein nachbar wiedermal was am herd vergessen hat. niki hat die gschicht bereits auf ihrem weblog erzaehlt. daher hier nur die zusammenfassung: eines abends stieg uns brandgeruch in die nase. ich hab vermutet, dass die thai wiedermal irgendwas verbrennen. zum glueck hat niki aber darauf bestanden, dass wir uns die sache mal genauer anschauen. die dicken rauchwolken, die aus unseres nachbarns wohnung gekommen sind, waren dann eher kein gutes zeichen. also sind wir in eddy’s wohnung eingebrochen und haben uns mit feuchten handtuechern den weg zum voll aufgedrehten herd gebannt, wo er (wie wir spaeter erfahren haben) zum wiederholten mal was vergessen hat. phh, ich kann euch sagen, meine lungen waren auch noch einen tag spaeter nicht ganz mit dieser aktion einverstanden. – aber keine angst, weil er jetzt leider seine hakn verloren hat, zieht eddy bald aus. ;)

am verlaengerten chulalongkorn-day-wochenende haben wir uns dann einen kurz-urlaub auf phangan gegoennt. – ein bisl entspannen im chills, einem resort in dem ich 2007 bereits gewohnt habe, als ich das erste mal laenger in thailand war. das chills hat sich seitdem ziemlich veraendert. neben einer renovierung unter einem neuen besitzer william hat auch das publikum gewechselt. aber dank der nebensaison hatten wir das ganze resort beinahe fuer uns.

parties waren diesesmal von gemischter qualitaet. einerseits gabs am freitag eine sehr nette dnb-party im jumanjy’s, andererseits war das dj-line-up der half-moon net wirklich gut. aber naja, das war sicher nicht der letzte kurz-trip nach phangan. ist ja nur eine knappe flugstunde von u-tapao (pattaya airport) nach samui.

diese woche montag genau zu full-moon haben wir das erste mal beim loy krathong festival mitgemacht. da basteln die thai kleine boote, stellen jeweils eine kerze rein und lassen sie im meer schwimmen. schaut sehr nett aus. leider hat es dieses jahr ein bisl zu viel wind gegeben, deshalb waren die boote nicht so lange beleuchtet wie sonst. dafuer flogen aber die ballone aus seidenpapier um so weiter. :cool:

die idee die hinter diesem festival ist, dass man die boote und ballone mit wuenschen verbindet. so gesehen gibts bei den thai nicht nur einmal, sondern vier mal im jahr (westliches neujahr, chinesisches neujahr, song kran und loy krathong) die gelegenheit mit alten gewohnheiten abzuschliessen und ein bisl zur ruhe zu kommen. eigentlich auch keine so schlecht idee. ;) naja, die thai wissen schon, wie sie sichs gut gehen lassen.

soda, mehr einblicke in niki’s und mein thai-farang leben gibts dann beim naechsten mal.

have fun & take care,
berny